Freitags-Füller #305

1.  Schön, dass es Menschen gibt, auf die man sich immer verlassen kann (z.B. die Eltern).

2.  Heute ist in Berlin die Halbjahreszeugnisausgabe und ich hoffe, niemand hat die Note mangelhaft. Das Thema Schule ist bei einigen Jung-Müttern bereits jetzt Thema: „Mein Kind soll auf die evangelische Grundschule gehen. Mein Kind lieber in die Grundschule Halensee usw.“ Deshalb ist jetzt bei einigen schon der Besichtigungswahn der Grundschulen ausgebrochen. Erst die Kita-Suche mit der Wartelisten-Misere, ein Jahr später schon die ersten Grundschulenbesichtigungen zum Tag der offenen Tür. Wir hatten nur eine Grundschule in Fahrtnähe und der Schulbus holte uns jeden Tag ab. Ich bin gegen die Schul-Wahl, das Einzugsgebiet soll entscheiden. Das grenzt nämlich alles schon wieder an einen Elite-Wahn und die sozialen Schichten wollen sich gegenseitig abgrenzen, weil man Nachteile für das eigene Kind befürchtet, wenn es eine stinknormale Grundschule ohne Schwerpunkt besucht. Nur wenn unsere Gesellschaft sich mischt und nicht separiert, kann ein friedliches Miteinander und Toleranz funktionieren.

3.  Menschen, die auch mal nicht nur an sich selbst denken, sind mir sehr sympathisch (z.B. Tür öffnen, wenn eine Mama mit Kinderwagen kommt).

4.  Vor dem Essen Hände waschen, das weiss doch jeder.

5.  Wichtig ist, nicht immer alles zu befolgen, was in den Ratgebern steht, sondern eigene Erfahrungen zu sammeln – nur so kann man sich seine eigene Meinung bilden.

6.   Sollte es mit dem Kleingarten wirklich für unsere Familie klappen, ich bin bereit .

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Familienzeit, morgen habe ich mal wieder einen Kleiderbörsenbesuch geplant und Sonntag möchte ich mindestens einen Film aus der Videothek gesehen haben!

Hier geht es zu Barbara und den Freitags-Füller #305.

Wir feiern

Als Tina vor zwei Jahren mit ihrem Rollkoffer zu meiner ersten Stempel-Party kam, wusste ich nicht, dass heute bereits zahlreiche Bastel-Produkte von Stampin‘ Up! auf ihren regelmäßigen Einsatz bei mir warten. Leider habe ich keine eigene Bastelecke, aber was noch nicht ist, kann noch werden. Mittlerweile könnte selbst bei mir ein Minireisekoffer gefüllt werden und Bonus-Hasen dürfte ich auch schon einige gesammelt haben.

wir feiern

 

Wer Tinas Blog noch nicht kennt – ein Blick lohnt sich immer für Inspirationen. Da sie in ihr drittes Jahr als Demonstratorin startet und sie aktuell einen Blog Candy (siehe hier) veranstaltet, ist diese Karte ihr gewidmet. Alles Gute und viel Kreativität weiterhin! An meiner Foto- und Kartenqualität muss ich leider noch arbeiten. Aber wie das Sprichwort schon sagt: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.

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Ruckeli – Im Alltag gut getragen

Die Ruckeli-Trage schicken wir nicht mehr zurück. Im dritten Anlauf haben wir unser neues Tragesystem (wir nutzen bisher das gewebte Tragetuch in der Länge 4,60m von Hoppediz) gefunden. Getreu nach dem Motto: Im Alltag gut getragen, ist unsere Elfe das Tragen bereits seit ihren ersten Lebenstagen gewohnt. Nun wollte vor allem ich eine Alternative zum Tragetuch, die schnell und unkompliziert das stetig wachsende Gewicht der Elfe mitträgt. Denn auf Dauer – so merke ich – ist das Tragen körperlich anstrengend und nicht immer ergonomisch (z.B. durch Gewichtverlagerung und die falsche Bindetechnik). Im Vorfeld habe ich mich bei einigen Mamas und auf diversen Blogs informiert (z.B. hier oder hier).

 

Mit dem Ruckeli können wir nun in Bauch-, Rücken- und Hüfttrageweise unsere Elfe durch die Hauptstadt tragen. Im ersten Praxistest ist die Elfe gleich eingeschlafen – das nenne ich ein sehr gutes Zeichen.

Hier seht ihr die Ruckeli-Trage – im Video die Bauchtrageweise, die wir derzeit bevorzugen – in Aktion:

Zufälligerweise hat sich herausgestellt, dass unsere Fotografin vom Familienshooting ebenso Besitzerin der Ruckeli-Trage ist. Sie hat noch einmal gecheckt, ob ich die Trage richtig anlege. Gerade das falsche Anlegen von Tragesystemen ist sowohl für das Baby als auch für den Träger mehr als unangenehm, führt schlimmstenfalls langfristig zu Haltungsschäden/ Rückenschmerzen. Deswegen sollte man eigentlich eine Trageberatung wahrnehmen.

Warum ist es jetzt die Ruckeli Babytrage geworden?

  • Made in Europe – aber ursprünglich ist sie eine Berliner Pflanze
  • aus meiner Sicht ein Leichtgewicht mit gutem Tragegefühl (körpernahes Tragen ähnlich wie beim Tragetuch)
  • angenehmes Material mit Öko-Standard (das Elfenkind liebt es zu knabbern/dran zu sabbern…na ihr wisst schon)
  • Tragen ab Geburt durch Stegverkleinerung möglich (wir starten jetzt im 5. Monat)
  • kein Klettverschluss sondern Plastikschnallen, wie man sie beispielsweise vom Trekkingrucksack kennt
  • Anhock-Spreizhaltung gewährleistet
  • lässt sich zum Verstauen einrollen und ist als Hüfttrage nutzbar
  • mein Mann kann schnell die Trage auch für sich einstellen
  • insgesamt hat das Anlegen mit der ausführlichen Beschreibung und dem Anleitungsvideo prima funktioniert

Die Ruckeli Babytrage gibt es in verschiedenen Farbtönen und wer es besonders stylisch mag, kann eine der limitierten Varianten tragen. Wir haben uns für die Variante Fairy Tale Blue „Jorinde & Joringel“ eintschieden.

Wer jetzt Negatives vermissen sollte: Stellt euch einen Jeanskauf vor – du musst sie einfach anprobieren, um zu sehen, ob die Jeans gut sitzt, denn jede Körperform ist anders (gelesen bei kirschbäumchen.de).

Auf ein fröhliches Tragen!

Test: Eltern vs. familie & co

Ich liebe das Lesen von Zeitschriften. Da wir nun stolze Eltern der kleinen Elfe sind, habe ich mir vor Weihnachten zwei Probe-Abonnements zweier Familien-/ Elternmagazine geordert. Hier möchte ich einen kurzen – subjektiven – Vergleich beider Zeitschriften anstellen: familie & co sowie Eltern

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[1] Zielgruppe
Während die familie & co sich an die gesamte Familie mit Kindern bis ins Schulalter richtet, widmet sich das Eltern-Magazin vorrangig den heutigen Schwangeren/Müttern aus der trendbewussten Mittel-/Oberschicht („für die aufregendsten Jahre des Lebens“). Es ist zu erwähnen, dass die Eltern seit der Februarausgabe komplett überarbeitet worden ist.

[2] Form/ Gestaltung
Die Eltern macht mir einen hochwertigeren Eindruck was Layout und Papier angeht. Die familie & co ist bunter im Gesamtbild, aber auch unübersichtlicher im Textbild. Das Schriftbild ist erstaunlich groß im Verhältnis zur Eltern, was darauf schließen lässt, dass die Texte eher für das schnelle Lesen mit wenig Zeit gedacht sind.

[3] Inhalt
Zeit ist das Überleitungswort. familie & co ist aus meiner Sicht so inhaltlich gestaltet, dass ich mich schnell durchgelesen habe. Vieles interessiert mich einfach (noch) nicht. Deshalb ist es erwähnenswert, dass familie & co jeweils ein Extra-Heft je nach Lebensalter deines Kindes beilegt. In unserem Fall ist das die Ausgabe „mini“. Auf 27 Seiten sind dann Themen wie „Märchen“, „Guten Appetit“ oder „Klarer Blick – die Entwicklung des Sehsinns“ sowie Bastelvorlagen, eine Geschichte und Fingerspiele zu finden. Insgesamt ist diese Mini-Ausgabe kurz & knapp, aber beinhaltet auch immer hin und wieder „Kauftipps“. Das stört mich ehrlich gesagt an der familie & co am meisten. Jede Ausgabe war bisher mit Stickern eines neuen Films geschmückt – was eindeutig auf Werbung hinweist. Außerdem klingen die Titel „Als Team erziehen: So klappt’s“ oder „Übergewicht: Wie Kinder der Kilofalle entkommen“ nach Diäten und Frauenzeitschriten à la Bild der Frau.
In der Eltern ist natürlich auch Werbung zu finden. Jedoch hatte ich beim Eltern-Magazin den Eindruck, dass man sich den Themen ausführlicher und tiefgründiger annahm und auch verständliche Illustrationen (z.B. zum Elterngeld Plus) integriert. Die Februarausgabe befasst sich zusätzlich mit den Themen „Social Freezing“ (zur Zeit in aller Munde), „Bilder einer Geburt“ (ästhetisch umgesetzt), Dossier zum Thema Gehirnentwicklung (mit Expertenmeinung der Universität Magdeburg ;), Stillen in der Historie uvm.
Sicherlich ist die inhaltliche Abhandlung beider Ausgaben hier nicht komplett möglich. Aber aufgrund meiner Lebenssituation fühle ich mich mehr zur Eltern hingezogen – wenn ich die ganze Werbung außenvorlasse. Mir ist aufgefallen, dass gerade die familie & co immer ihren „Hauspsychologen“ um Rat fragt. Mir scheint dieser Mann nicht so vertrauenserweckend und für eine Meinungsbildung ist das nicht professionell.

Bei beiden Zeitschriften werden wir als Eltern so dargestellt, als wenn wir stets übermüdet seien, Trost und Unterstützung benötigen, da uns unsere Gesellschaft so wenig zutraut und wir eine ganz besondere Zielgruppe seien. Vor allem scheinen wir für eine konsumorientierte Zielgruppe gehalten zu werden, denn an Werbung mangelt es in beiden Magazinen nicht. Deshalb finde ich den Verkaufspreis (3,95 € für die familie & co und 3,20 € für die Eltern) jeweils zu hoch. Trotzdem möchte ich auf die Aktion hinweisen, dass das Eltern-Magazin zur Zeit für nur 1 Euro an jeder Verkaufsstelle zu beziehen ist. Wahrscheinlich muss jetzt vermehrt die Werbetrommel gerührt werden, da Eltern generell sehr wenig Zeit zum Magazine lesen haben (so jedenfalls der Tenor in meinem Bekanntenkreis).

Mein Fazit: Die familie & co schließe ich für mich aus, die Eltern wird auch nicht bei uns ins Haus einziehen, weil ich dann doch lieber die 3,20 Euro in andere Dinge rund um das Kind investieren möchte. Alternativ nutze ich auch nach der Geburt der Elfin noch sehr regelmäßig die Stadtbibliothek. Hier in Berlin gibt es eine sehr gute Auswahl an Lesestoff zum Thema Kind, da lohnen sich die 10 Euro Jahresmitgliedschaft. Vielleicht stattest du deiner Bibliothek auch mal einen Besuch ab?

Freitags-Füller #304

100 Tage Abhalten

Ja, wir halten ab! Bevor ich diesen Beitrag beginne, muss ich dazu schreiben, dass dies eigentlich ein Gemeinschaftswerk mit dem Elfenpapa ist. Ich schreibe hier lediglich aus meiner Sichtweise.

Als ich meiner Hebamme sagte, ich schreibe einen Blog, meinte Sie sofort, ich könne doch über das Thema „Abhalten“ schreiben. Damals – vor ungefähr 100 Tagen, habe ich es mir nicht zugetraut, dass wir das Elfenkind auch heute noch regelmäßig abhalten (werden). Wenn ich darüber rede, muss ich mir schon eingestehen, dass ich mittlerweile stolz auf mich und mein entwickeltes Selbstverständnis zu dieser Thematik bin.

Als der Elfenpapa noch in der frühen Wochenbettzeit wirklich das umsetzen wollte, was er zuvor in Ingrid Bauers Standardwerk zum Thema „Es geht auch ohne Windeln“ las, war ich ziemlich im Zwiespalt. Für mich stellte es anfänglich eine Belastung dar, regelmäßig die Elfin auf das Örtchen zu begleiten. Allerdings lernte ich in den letzten 100 Tagen sehr gut, das Elfenkind zu beobachten, sie und ihre Bedfürfnisse besser kennenzulernen.

Ich sollte noch einmal erwähnen, dass das Elfenkind nicht „windelfrei“ erzogen wird. Vielmehr ist sie ein Windel-Baby, dass seine Windel (aktuell noch Pampers) als BackUp – also für den Fall der Fälle – trägt. Denn so gut unsere Beobachtungsgabe für das Bedürfnis ist, jeden Moment und jedes Zeichen bemerken wir (noch) nicht. Aber da ich den wöchentlichen Alltag größtenteils mit ihr bestreite, kann ich nach 100 Tagen das Fazit ziehen: Das große Geschäft geht zu 97% nicht mehr in die Windel und der Windelverbrauch hat sich um etwa die Hälfte reduziert, wobei wir wirklich regelmäßig das Örtchen/Schüsselchen/Töpfchen aufsuchen – im besten Fall vor dem Stillen, nach dem Stillen, nach ca. einer Stunde Spielen oder vor einem Ausflug.

Wir machen wir es nachts: Vor dem Schlafen gehen, geht es routinemäßig noch einmal auf das Nachttöpfchen (Welches Töpfchen ist später eigentlich besonders gut für Baby & Kleinkind geeignet?). Erleichtert findet es sich einfach besser in den Schlaf. Falls das Elfenkind gegen 22 Uhr erneut aufwachen sollte – passiert des Öfteren und bedeutet nicht, dass sie (noch) nicht durchschläft, ich gehe oft um diese Zeit ins Bett und kein Baby welches ich kenne, schläft bereits in dem Alter 10 Stunden durch (Durchschlafen beginnt bei mir ab 6 Stunden, also eine Mahlzeit auslassen) – so wird noch einmal das Prozedere wiederholt. Ansonsten halten wir uns im Großen und Ganzen an den Rat unserer Hebamme, nachts so wenig wie möglich in den Schlaf einzugreifen. Wenn allerdings das Elfenkind sich lautstark meldet und es nicht der Hunger ist, dann zeigt sie uns schon an, dass sie etwas loswerden möchte. Bedeutet zwar einen unruhigeren Schlaf für uns, aber wir sehen es in ihrem strahlenden Gesicht, dass es ihr gutgetan hat, den Schlaf zu unterbrechen. Außerdem haben wir die letzten Wochen gemerkt, dass die Nachtwindel auch manchmal relativ trocken sein kann. Das Erste nach dem morgendlichen Erwachen ist dann wieder das „Abhalten“. Und so beginnt der Tag wieder von vorn.

Unsere wichtigsten Hilfsmittel (auch für unterwegs):
– Geduld und Beobachtungsgabe
– Wo ist die nächste Abhaltemöglichkeit oder sollten wir immer ein Schüsselchen parat haben?
– Wickelunterlage und Taschentücher bzw. Feuchttücher nur im Ausnahmefall
– etwas Wasser zum Reinigen schadet bei uns nie
– Seife/ Handtuch zum Hände waschen
– Ersatzwindel als Notnagel
– Ersatzkleidung kam noch nie zum Einsatz, vielleicht bald, wenn die Breizeit beginnt

Falls sich jemand fragen sollte, was denn charakteristische Zeichen sind, wenn das Elfenkind abgehalten werden will, so muss ich auf einen nächsten Beitrag verweisen, denn jetzt ist erstmal wieder Fütterungszeit.

Freitags-Füller #303

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1.  Zurzeit bin ich süchtig nach einem selbstgemixten Mango-Kokos-Cocktail mit Sahne.

2.  Die Fortschritte unserer Elfe verfolge ich intensiv.

3.  Mit nur einem Klick kann man tolle Augenblicke mit der Kamera einfangen

4    Die ganze Konstruktio rund um unser W-Lan zu  Hause ist mir zu kompliziert.

5.  Es muss doch nicht sein, Menschen achtlos ihre Zigarettenkippen wegschmeißen.

6.   Zur Zeit trinke ich viel zu wenig meinen Lieblingstee.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen männerfreien Abend 😛, morgen habe ich eine Parzellenbesichtigung in Spandau geplant und Sonntag möchte ich meine Familie empfangen!

Gruß an Barbara!