Freitags-Füller #331

Das letzte Mal in der Elternzeit heißt es für mich Freitags-Füller:

1.   Das Geräusch des Kinderwagens verrät, ob ich die Bremse mal wieder vergessen habe zu lösen.

2.   Der Geschmack von gekauftem Babybrei ist nach wie vor eklig für mich.

3.   Der Geruch eines Neugeborenen ist einmalig.

4.   Der Anblick eines Babys verzückt mich.

5.   Die Lust kehrt wieder 😉

6.   Das Gefühl das erste Mal Mama zu sein, ist unbeschreiblich.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf mein Babykleinkind, morgen habe ich eine Familienfeier geplant und Sonntag möchte ich nach Magdeburg!

Wenn das Baby zum Kleinkind wird

Eine Babyflaute gibt es derzeit nicht in unserem Familien- und Bekanntenkreis. Mittlerweile werden aus den geschlüpften Babys nach und nach Kleinkinder. Für mich heißt es gerade Abschied nehmen von der (Baby)Elternzeit – soll es das jetzt schon gewesen sein?

Der Sommerurlaub steht vor der Tür und danach heißt es ab August wieder für mich Arbeiten zu gehen. Der Unterschied: Ich habe kein Baby mehr, sondern ein fast Kleinkind zu versorgen und muss besser organisiert sein als je zuvor.

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Ja, ich stille mein Babykleinkind mit knapp 10 Monaten noch nach Bedarf – wohl eher aus Mutterliebe und nicht zur Verköstigung oder weil ich es in einer Studie gelesen hätte – und nein, das Babykleinkind lässt mich nachts immer noch nicht durchschlafen. All das stört mich überhaupt nicht. Im Gegenteil – irgendwie zeigt es mir, dass der Übergang vom Baby zum Kleinkind nicht von heute auf morgen und schon gar nicht mit Ende der Elternzeit vonstatten geht. Zumindest ist das Teilzeitbett eingeführt, so dass ich einige Stunden Schlaf auf 90cm Breite für mich allein immer öfter genießen kann. Praktischerweise stehen wir morgens regelmäßig gegen 6 Uhr auf und das wird für den beginnenden Arbeitsalltag also keine große Umstellung. Papa wird die Eingewöhnung übernehmen, so dass ich mich auch wieder an die Arbeit gewöhnen kann. Ich habe mich für 35 Stunden entschieden, bei meiner beruflichen Position bleibt somit genügend Spielraum nach unten und oben, behalte mir also eine gewisse Flexibilität bei. Home Office ist ebenfalls möglich.

Zurück zum Entwicklungsprozess vom Baby zum Kleinkind. Das Töpfchen ist mittlerweile bei uns zu Hause etabliert. Ich betone hier gern nochmal, dass wir der Elfe lediglich die Möglichkeit anbieten, ihr Geschäft -ob Groß oder Klein- außerhalb der Windel zu verrichten. Wir sehen dahinter kein gezieltes Training, sondern wollen bedürfnisorientiert auf unser Babykleinkind eingehen. So ist es doch bei den Themen Essen und Schlafen ähnlich. Und sollen wir die Babykleinkinder nicht immer da abholen, wo sie sich entwicklungsmäßig gerade befinden? Wir geben uns als Eltern stets Mühe, aber wir müssen aufhören in den beiden Kategorien RICHTIG und FALSCH zu denken. Es gibt viele Wege, ein Baby zum Kleinkind zu begleiten. Lasst uns Jungeltern Erfahrungen sammeln und auch andere Wege abseits der allgemeinen Vorstellungen einschlagen. Wir tun es aus Liebe zum Kind. Und ewige Vergleiche bringen uns ebenfalls nicht weiter, im schlechtesten Fall verunsichern sie und setzen Eltern unter Druck – alles nicht positiv für eine glückliche Familienelternbabykleinkindzeit. Ich fürchte, dass wir uns als Eltern die nächsten Jahrzehnte öfter als uns lieb ist beim Vergleichen ertappen werden.

Unser Babykleinkind isst alles, was es darf und nicht unbedingt haben sollte. Mittlerweile ist Brei out und wenn dann nur alleine Essen. Der Dickkopf ist schon zu erkennen. Aber wir haben ja alle unseren Charakter und das ist gut so. Ansonsten verwende ich öfter als ich mir es jemals vorgestellt habe, so furchtbar kitschige Kosenamen ähnlich Schatzi und Mausi. Das geht gar nicht, das sollte schnell aus meinem Wortschatz verschwinden, bevor das Tochterherzilein die Mama peinlich findet. Und auf den Moment habe ich nicht unbedingt gewartet.

Lotta in der Kita

Da wir nächste Woche das Erstgespräch zur Eingewöhnung in der Krippe haben, kam uns das Buch

Lotta in der Kita

ganz recht.

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Das Buch bestärkt die Eltern, geht auf verständliche Art und Weise auf alle Themen ein, die Eltern von der Platzsuche bis hin zum Ubergang zur Schule beschäftigen. Uns interessierte zunächst nur die erste Hälfte des Buches. Ausgeliehen wie bereits des Öfteren in unserer Bibo. Da fiel mir das Buch in der Rubrik

Neuerscheinung

auf. Der Thieme Verlag bzw. Trias veröffentlichte diese Woche das Buch mit dem einprägsamen Titel

Pipi und Kacka

  ein Thema, das uns Jungeltern tagräulich beschäftigt – im wahrsten Sinne des Wortes.

Projekte

In der Elternzeit habe ich mir das eine oder andere Projekt vorgenommen. Projekte trifft es nicht ganz, aber 5 Dinge die ich unbedingt in der EZ machen wollte waren:

zur Bundesgartenschau fahren

wieder regelmäßig Bloggen

Berlin besser kennenlernen

ein Fleckchen Grün für unserreichen Familie finden

eine Auslandsreise planen

Hört sich vielleicht nicht so spannend an, aber manch ein Vorhaben brauchte lange bis zur Umsetzung und Berlin zu erobern, gelingt mir wahrscheinlich nie. Dafür habe ich die letzten Monate die Baby(un)freundlichkeit in unserem Lande erleben dürfen und ich ziehe ein ambivalentes Zwischenfazit.

Die letzten Wochen sind angebrochen. Ein paar Besonderheiten stehen noch auf dem Programm, so dass ich die Elternzeit entspannt und mit hoffentlich neuem Tatendrang für weitere Projekte zuversichtlich beende.

Freitags-Füller #322

1.   Meine Füße sind nicht gleich.

2.   Mit dem Kinderwagen bin ich auch schon gelaufen.

3.   Der linke Fuß war früher mein Sprungfuß und nicht der rechte Fuß.

4.   Zu Hause liegt bei uns Fußcreme.

5.   Die aktuellen Lieblingsschuhe sind die Adidas Schuhe, die ich als Volunteer bei der Fußball WM der Frauen 2011 erhalten habe.

6.   Das älteste Paar Schuhe in meinem Schrank sind meine Hallensportschuhe aus der Schulzeit.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf glückliche Großeltern, morgen habe ich ein Familientreffen geplant und Sonntag möchte ich in Potsdam auf den Stoffmarkt!

Gruß an Barbara!