Ein Besuch in Magdeburg

Magdeburg entwickelt sich prächtig – sieht man von den hässlichen neuzeitlichen Penthouse-Wohnblocks ohne Stil in enger Bebauung am Elbufer ab. Da fragt man sich ehrlich, wer Geld dafür ausgibt, zwar nah an der Elbe, aber gequetscht wie eine Ölsardine – dicht an dicht – zu wohnen. Ich kenne jedenfalls niemanden, den es in dieses Wohngebiet bisher gezogen hat, aber nach Leerstand sieht es nicht aus.

Im altbekannten Stadtfeld Ost durften wir uns am Frühstücksbrunch im Café 108 in der Annastraße- zu Berliner Preisen, dafür in einer sehr guten Qualität – erfreuen. Schade, dass wir zu wenig Zeit eingeplant hatten. Dafür hatten wir einen Tisch reserviert, was dringend notwendig gewesen ist. Die Inneneinrichtung ist so, wie ich sie mag. Schlichte Romantik und nicht zu chic. Auch Kinder sind willkommen.

Da ich leider ein Halstuch für die Elfe vergaß und das Wetter aprilhaftig gewesen ist, habe ich die Chance in der Annastraße genutzt, auf der gegenüberliegenden Straßenseite in das Stoffgeschäft „Purpurstern“ hineinzugehen. Mir war noch in schwacher Erinnerung, dass auch Magdeburg ein sehr gutes Stoffgeschäft hat. Ich wurde nicht enttäuscht. Die Stoffauswahl ist der Wahnsinn. Gut, dass meine Geldbörse nicht mehr als 15 Euro beinhaltete. Ich also auf der Suche nach einem Stöffchen, woraus ich schnell ein Dreieckstuch für die Elfe zaubern konnte. Es sollte nur ein Reststück sein. Geworden ist es letztlich ein Nähset für einen Loopschal sowie ein bereits fertiges Halstuch. So habe ich von einer Mitarbeiterin erfahren, dass gleich im Ladengeschäft nebenan bereits fertiggenähte Ware aus den wunderbaren Stoffen zu erwerben sind. OK, habe ich kurzerhand doch etwas tiefer in die Tasche gegriffen und die heimische Wirtschaft unterstützt. So besitzt jetzt die Elfe ein Halstuch, was nicht die Mama genäht hat, dafür hängen daran Magdeburger Erinnerungen.

Einen Zwischenstopp legten wir noch in Wolmirstedt ein. Ein kleines Städtchen nördlich von Magdeburg. Dort erwartete uns eine befreundete Familie und leckere Rouladen. Der Hausherr freute sich, dass ich gegen Speck und Zwiebeln und Gurke nichts einzuwenden hatte. Hausmannskost ist doch was Feines, fehlt mir leider hier in Berlin. Gruß an dieser Stelle an die Omas und Uromas der kleinen Elfe. Nachdem wir schöne und nicht so schnöne Geschichten über Kind & Kegel ausgetauscht hatten, ging die Tour schon wieder zurück nach Magdeburg.

Dieses Mal konnten wir die Fortschritte in Buckau entdecken. Ein traditioneller Besuch bei Bortscheller Eis durfte nicht fehlen. Leider spielte das Wetter verrückt, so dass wir den geplanten Ausflug in den Rotehornpark verschieben mussten. Trotzdem war es ein ereignisreicher Tag für die kleine Elfe und uns. Wir sind immer wieder erstaunt, wie toll sie unsere Ausflüge bisher mitmacht.

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